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Einträge in der Kategorie Börse

Technische Analyse (Chartanalyse)

Jan05
2011
Kommentieren Geschrieben von Daniel Schröter

1. Technische Analyse – Die Grundlagen

2. Charting

2.1. Darstellungsarten von Charts

3. Trendanalyse

3.1 Trendarten

3.2 Widerstand und Unterstützung

3.3 Ein- und Ausstieg

4. Chartformationen

5. Indikatoren

5.1 Gleitende Durchschnitte (Moving Average – MA)

5.2 Relative Stärke Index (RSI)

Schlagwörter Chartanalyse, Chartformationen, Charting, Darstellungsarten von Charts, Grundlagen der Börse, Indikatoren, Technische Analyse, Trendanalyse

5. Indikatoren

Jan04
2011
Kommentieren Geschrieben von Daniel Schröter

Indikatoren sind das Ergebnis mathematischer Analysen von Kurs, Zeit und Umsatzentwicklung eines Basiswertes.

Man unterscheidet grob zwischen absoluten Indikatoren (Trendfolge-Indikatoren) und relativen Indikatoren (Oszillatoren). Allgemein kann man sagen, dass Trendfolge-Indikatoren Trends aufzeigen, während Oszillatoren Überkauft-/Überverkauft-Zustände anzeigen sollen. Zu den bekanntesten Trendfolgeindikatoren zählen gleitende Durchschnitte. Der “Relative Stärke Index” (RSI) ist beispielsweise ein Vertreter der Oszillatoren. Indikatoren werden oftmals in Verbindung mit weiteren Hilfsmitteln aus der Chartechnik wie z.B. Trendlinien verwendet.

5.1 Gleitende Durchschnitte (Moving Average – MA)

Gleitende Durchschnitte gehören zu den sinnvollsten und einfachsten Indikatoren.

Der gleitende Durchschnitt ergibt sich i.d.R. aus den Schlusskursen eines wertes über einen bestimmten Zeitraum. Beispielsweise ergibt sich die Berechnung des gleitenden Durchschnitts der letzen 5 Handelstage wie folgt:

Schlusskurs Tag 1 = 50

Schlusskurs Tag 2 = 50,50 Schlusskurs Tag 3 = 49,80 Schlusskurs Tag 4 = 50 Schlusskurs Tag 5 = 50,20 Die Summe aller Schlusskurse wird durch die Anzahl der Tage dividiert: 250,50 / 5 Tage = 50,10 Nach diesem Prinzip wird der sogenannte einfache gleitende Durchschnitt (SMA = Simple Moving Average) für alle Zeitebenen berechnet. Ein weltweit viel beachteter Zeitebene sind 200 Tage. Als Ergänzung zum SMA wird auch der exponentielle gleitende Durchschnitt (EMA = Exponential Moving Average) eingesetzt. Der Vorteil beim EMA ist, dass die letzten Handelsperioden stärker gewichtet werden und somit wird die aktuelle Marksituation besser widergespiegelt.

Trends mit gleitenden Durchschnitten erkennen

Gleitende Durchschnitte helfen Ihnen neben den bereits beschriebenen Trendlinien auch Trends darzustellen. Ist beispielsweise die gleitenden Durchschnittslinie aufwärts gerichtet und liegt der aktuelle Kurs über dieser Durchschnittslinie befinden wir uns in einem intakten Aufwärtstrend. In einem Abwärtstrend liegt der aktuelle Kurs unter der fallenden Durchschnittslinie. Ein- und Ausstiegssignale mit gleitenden Durchschnitten Einstiegssignale: Da gleitende Durchschnitte auch häufig Unterstützungs- und Widerstandsniveaus für den Kurs darstellen, ergeben sich an den Berührungspunkten auch interessante Einstiegsmöglichkeiten. Sie sollten aber immer darauf achten, dass sich ein Aufwärts- oder Abwärtstrend gebildet hat. In Seitwärtstrendphasen ergeben sich häufig Fehlsignale

Ausstiegssignale:

Wird ein gleitender Durchschnitt gebrochen, kann dies auch als gutes Ausstiegssignal aus einer bestehenden Position gewertet werden.

Sie können auch mehrere gleitende Durchschnitte gleichzeitig verwenden.

Zeichnen Sie beispielsweise 2 unterschiedliche gleitende Durchschnitte (z.B. EMA 10 und EMA 50) ergeben sich an den Schnitt- und Berührungspunkten ggf. Ein- als auch Ausstiegssignale für Sie.

5.2 Relative Stärke Index (RSI)

Der RSI ist ein Oszillator, der zwischen den Werten 0 und 100 schwanken kann. Hierbei werden die Werte von über 70 als überkauft, die Werte unter 30 als überverkauft bezeichnet. Er zeigt Ihnen kurzfristige Hoch- bzw. Tiefpunkte auf und unterstützt somit wirkungsvoll das Erkennen von Trendwendepunkten. Die Berechnung des RSI ergibt sich folgendermaßen: Für jeden Tag wird die Aufwärtsänderung h und Abwärtsänderung r berechnet. Tage mit Aufwärtsbewegung – h = Kurs(heute) − Kurs(gestern) Tage mit Abwärtsbewegung – r = Kurs(gestern) – Kurs(heute) Berechnung des exponentiell gleitenden Durchschnitts von h ergibt H Berechnung des exponentiell gleitenden Durchschnitts von r ergibt R Errechnung der relativen Stärke RS = H / R Errechnung des RSI – RSI = 100 – 100 / 1+RS

Schlagwörter Gleitende Durchschnitte, Indikatoren, Relative Stärke Index, RSI, Trends mit gleitenden Durchschnitten

4. Chartformationen

Jan04
2011
Kommentieren Geschrieben von Daniel Schröter

Mit Formationen bezeichnet man bestimmte Muster, welche in der technischen Analyse häufig auftreten und Anhaltspunkte für künftige Entwicklungen geben.

Bekannte Formationen sind:

- Rechtecke

- Symmetrisches Dreieck

- W-Formation / M-Formation

- Schulter-Kopf-Schulter (S-K-S) / inverse (umgekehrte) S-K-S

Rechteckformation

Ein Rechteck ist gewissermaßen ein Seitwärtstrend. Hoch- und Tiefpunkte befinden sich jeweils auf etwa gleiche Niveaus. Rechtecke sind Zeichen einer Konsolidierung und treten oftmals nach Auf- oder Abwärtstrends auf. Ein Schlusskurs außerhalb dieser Bandbreite beendet die Formation und ist häufig ein Signal, in welche Richtung sich die Kurse in der nächsten Zeit bewegen werden. Die Umsätze nehmen innerhalb einer Rechteckformation ab, steigen aber rapide an, sobald der Kurs aus dem Rechteck ausbricht. Deshalb kommt es auch häufig an diesen Stellen zu starken Kursbewegungen.

Symmetrisches Dreieck

Ein symmetrisches Dreieck besteht aus zwei konvergierenden Trendlinien. Die eine Trendlinie steigt, die andere fällt. Die Kurse konsolidieren dabei bei abnehmender Handelsspanne und –volumen auf dem aktuellen Niveau. Damit diese Trendformation als Dreieck interpretiert werden kann, sollte es aus mindestens vier Umkehrpunkten bestehen.

Zu einem Signal kommt es, wenn der Kurs das Dreieck verlässt. Der Ausbruch sollte noch vor dem letzten Viertel des Dreiecks erfolgen und mit steigenden Volumen einhergehen. Oftmals werden Dreiecke in Primärtrendrichtung aufgelöst.

M-Formation
Die Doppeltop-Formation oder auch M- Formation genannt ist eine häufig auftretende Umkehrformation am Ende eines starken Aufwärtstrends.

Nach dem ersten Top/ Hoch und einer Konsolidierung reicht danach der Schwung für weitere Hochs nicht mehr aus, um höhere Hochs zu erklimmen. Die Euphorie scheint somit vorab gedämpft zu sein und die Folge meist ein ansehnlicher Kursrutsch. Zu einem Handelssignal kommt es, wenn das erste Hoch nicht nachhaltig überschritten wird.

W-Formation

Die Doppelbottom-Formation oder auch W- Formation genannt tritt ebenfalls häufig als Umkehrformation am Ende eines starken Abwärtstrends auf.

Nach dem ersten Tief und einer Konsolidierung reicht danach der Schwung für tiefere Tiefs nicht mehr aus. Die Abwärtsdynamik scheint somit vorerst gedämpft zu sein und die Folge meist ein ansehnlicher Kursanstieg. Zu einem Handelssignal kommt es, wenn das erste Tief nicht nachhaltig unterschritten wird.

Schulter-Kopf-Schulter Formation (S-K-S)
Eine klassische Trendwendeformation und mit die bekannteste Umkehrformation ist die Schulter-Kopf-Schulter Formation. Sie leitet in der Regel nach einem starken Aufwärtstrend eine Korrektur ein.

Die SKS-Formation besteht aus einem ersten Top (linke Schulter), einem zweiten, höheren Top (Kopf) und einem dritten Top (rechte Schulter), welches etwa die Höhe des ersten Tops haben sollte, also unter der Höhe des Kopfes bleibt. Zwischen den Tops fällt der Kurs immer auf die so genannte Nackenlinie zurück. Signale entstehen wenn der Kurs die Nackenlinie durchbricht. Häufig dient die Nackenlinie auch als Widerstandslinie für Pullbacks.

Umgekehrte (inverse) Schulter-Kopf-Schulter Formation

Die umgekehrte Schulter-Kopf-Schulter-Formation kennzeichnet eine der bekanntesten Trendumkehrformationen in der technischen Analyse und taucht am Ende einer Abwärtsbewegung auf.

Der Kursverlauf bildet drei Tiefs, wobei das mittlere die beiden anderen deutlich unterschreitet. Das erste und das dritte Tief liegen in etwa auf demselben Niveau. Zwischen den Tiefs steigt der Kurs immer zur so genannten Nackenlinie. Signale entstehen, wenn der Kurs die Nackenlinie durchbricht. Häufig dient die Nackenlinie auch als Unterstützungslinien für Pullbacks.

Schlagwörter Chartformationen, M-Formation, Rechteckformation, Schulter-Kopf-Schulter Formation, Symmetrisches Dreieck, W-Formation

3. Trendanalyse

Jan04
2011
Kommentieren Geschrieben von Daniel Schröter

Das Ziel der Chartanalyse ist es, Trends zu identifizieren und Trendwenden frühzeitig aufzuspüren. Im allgemeinen Sinn ist ein Trend einfach gesagt die Richtung des Marktes, in der er sich bewegt.

Märkte bewegen sich jedoch nicht generell gradlinig in eine bestimmte Richtung, sondern in einer Serie von Zacken. Diese Zacken gleichen einer Reihe aufeinander folgender Wellen mit Gipfeln und Tälern. Ein Trend ergibt sich, wenn man im Chart mindestens 2 nicht zu eng beieinander liegende Extremwerte mit einer Linie verbindet. Extremwerte sind dabei entsprechende Hochs oder Tiefs. Je öfters die so entstandene Linie dem Kurs ein Widerstands- oder Unterstützungsniveau bietet, desto bedeutsamer und wichtiger wird die “Trendlinie”. Mit Hilfe von Trendlinien kann die künftige Kursentwicklung prognostiziert werden. Trends halten leider nie ewig und jeder Trend wird natürlich irgendwann einmal gebrochen. Nichts desto trotz sind Trends ein wesentliches Kriterium für die Chartanalyse.

3.1 Trendarten

Bei Trends unterscheiden wir in

- Aufwärtstrends – Abwärtstrends – Seitwärtstrends

Aufwärtstrend:

Ein Aufwärtstrend ist gekennzeichnet durch aufsteigende Tief- und Hochpunkte.

Man verbindet die Tiefpunkte mit Hilfe einer Linie und erhält so eine steigende Trendlinie, die Aufwärtstrendlinie. Idealerweise sollten zwischen den aufsteigenden Tiefpunkten T1, T2, T3 usw. Zwischenhochs RH1 und RH2 usw. (RH = Relatives Hoch) liegen. Optimalerweise übertrifft dabei das nächste relative Hoch (hier RH2) das letzte relative Hoch RH1. Mit jedem erfolgreichen Test der Aufwärtstrendlinie und anschließendem abdrehen wird der Trend bestätigt und gewinnt an Aussagekraft. Je mehr Berührungspunkte die Trendlinie also besitzt, umso bedeutsamer wird sie.

Abwärtstrend:

Vom Grundsatz sind die Regeln bei einem Abwärtstrend ähnlich wie bei einem Aufwärtstrend. Die Hoch- und Tiefpunkte sind aber nicht auf- sondern absteigend.

Man verbindet hier die Hochpunkte mit der Linie und erhält so die Abwärtstrendlinie. Auch hier sollten zwischen den absteigenden Hochpunkten H1, H2, H3 usw. Zwischentiefs RT1 und RT2 usw. (RT = Relatives Tief) liegen. Optimalerweise unterschreitet dabei das nächste relative Tief (hier RT2) das letzte relative Tief RT1. Auch bei der Abwärtstrendlinie gilt – je mehr Berührungspunkte mit der Trendlinie vorhanden sind, desto nachhaltiger ist der Trend.

Seitwärtstrend:

Ein Seitwärtstrend ist gekennzeichnet durch nahezu identische Hoch- und Tiefpunkte.

Ein Seitwärtstrend ist oftmals Zeichnen einer Konsolidierung und tritt deshalb häufig nach einem Auf- oder Abwärtstrend auf. In Seitwärtstrendphasen kommt es zu einem Kräftemessen zwischen den Bullen und Bären, also denen die auf steigende bzw. fallende Kurse setzen. Setzt sich eine Gruppe durch und der Seitwärtstrend wird durchbrochen kommt es mitunter kurzfristig zu starken Kursbewegungen in Ausbruchsrichtung

Die oben genannten Trendphasen treten nicht nur isoliert auf, sondern wechseln sich natürlich auch permanent ab. So kann sich z.B. nach einem Abwärtstrend ein Seitwärtstrend ergeben, und es kann danach zu einem Aufwärtstrend kommen.

3.2 Übergeordnete und untergeordnete Trends

Bei Trends unterscheidet man auch zwischen übergeordnete (sogenannte Haupttrends) und den untergeordneten Trends.

Man spricht hier von: 1. Primärtrend (langfristiger und übergeordneter Trend) 2. Sekundärtrend (mittelfristiger Trend) 3. Tertiärtrend (kurzfristiger Trend) Theoretisch könnte man die Zahl der Untertrends natürlich noch erweitern. Der wichtigste und nachhaltigste Trend ist immer der Primärtrend. Das nachfolgende Schaubild soll unter und übergeordnete Trendphasen darstellen.

Es kommt oftmals vor, dass bestimmten Kursniveaus nicht nachhaltig überwunden werden können.

Man nennt diese Kursniveaus auch Widerstand und Unterstützung. Kurse werden wie magisch davon angezogen und prallen dann doch daran ab. Im Prinzip ist jede Trendlinie, egal ob Seitwärts-, Aufwärts- oder Abwärtstrend ein Widerstand bzw. Unterstützung. Auch hier gilt, je öfter diese Punkte erreicht und nicht überwunden werden, desto wichtiger und nachhaltiger werden sie. Widerstand- und Unterstützungsbereiche zählen ebenfalls zu den wichtigsten Instrumenten der Technischen Analyse. Treffen sich mehrere unterschiedliche Trendlinien, kommt es zu so genannten Kreuzwiderständen/ -unterstützungen. An diesen Niveaus ist der Widerstand bzw. die Unterstützung besonders stark und die Fortsetzung des Primärtrends sehr wahrscheinlich. Kreuzwiderstände/-unterstützungen können interessante Einstiegsniveaus darstellen.

3.3 Ein- und Ausstieg mit Hilfe von Trendlinien

Trends eignen sich hervorragend dazu entsprechende Einstiegspunkte zu finden.

Wie bereits dargestellt entsteht ein Trend durch das Verbinden zweier Extremwerte mit Hilfe einer Linie. Je öfter diese Linie, die auch in die Zukunft weitergezeichnet wird, durch den Kurs berührt wird, desto nachhaltiger ist der Trend. Mögliche Einstiegspunkte bei Trends sind:

Wie Sie an diesem Beispiel erkennen können hätten sich an den jeweiligen Punkten 3 bzw. 4 gute Einstiegssignale ergeben.

“Der Ausstieg entscheidet über Ihren Gewinn und Verlust.”

Deshalb ist der Ausstieg wichtiger als der Einstieg. Anhand von Trendlinien und Trendkanälen sind Sie in der Lage frühzeitig Ausstiegssignale zu definieren. Mögliche Ausstiegspunkte bei Trends sind:

Bei einem Trendbruch ändern sich aus charttechnischer Sicht die Voraussetzungen.

Deshalb ergeben sich bei einem Bruch des Trends mögliche Ausstiegspunkte. Trendlinien bieten für Sie auch optimale Niveaus um Stop-Aufträge zu platzieren und sich so abzusichern.

Neben dem reinen Trend können auch Trendkanäle Ein- und Ausstiegspunkte anzeigen.

Ein Trendkanal entsteht, wenn von der jeweiligen Trendlinie eine Parallele gebildet wird. Der Abstand zwischen der Trendlinie und der Parallellinie ergibt sich bei einem Aufwärtstrend aus dem ersten relativen Hoch und bei einem Abwärtstrend aus dem ersten relativen Tief. Mit Hilfe von Trendkanälen lassen sich mögliche Niveaus für Limitaufträge ablesen um aus Positionen auszusteigen.

Schlagwörter Abwärtstrend, Aufwärtstrend, Trendanalyse, Trendarten, Übergeordnete und untergeordnete Trends

2. Charting

Jan04
2011
1 Kommentar Geschrieben von Daniel Schröter

Beim Chart handelt es sich um den Kursverlauf (Preisentwicklung) eines bestimmten Basiswerts (z.B. eine Aktie) über einen bestimmten Zeitraum. Charts sind Grundlage der technischen Analyse, denn mit Hilfe dieser graphischen Darstellung werden alle entsprechenden Prognosen erstellt.

2.1 Darstellungsarten von Charts

Linienchart

Bei einem Linienchart werden i.d.R. alle Schlusskurse einer zuvor festgelegten Zeiteinheit (z.B. Stunde, Tag, Woche) miteinander verbunden. Dadurch entsteht eine kontinuierliche Linie, die den Kursverlauf des Wertes wiedergibt.

Barchart

Der Barchart, auch Balkenchart genannt, stellt für eine jeweils definierte Zeiteinheit (z.B. Stunde, Tag, Woche) neben dem Schlusskurs auch der Eröffnungs-, der Höchst- und Tiefstkurs graphisch in einem Balken dar. Sie erhalten also den gesamten Kursverlauf der Zeiteinheit angezeigt. Barcharts werden als vertikaler Balken dargestellt mit zusätzlich jeweils einem kleinen horizontalen Strich auf der rechten und linken Seite. Der höchste und tiefste Kurs stellt dabei die obere und untere Begrenzung des Balkens dar. Den Eröffnungskurs signalisiert der kleine horizontale Strich links vom Balken und der Schlusskurs wird dementsprechend auf der rechten Seite des Balkens eingezeichnet. An der Farbe des Balkens kann man erkennen, ob der Schlusskurs höher oder tiefer als der Eröffnungskurs war. In unserem Beispiel werden steigende Kurse mit schwarzen Balken und fallende Kurse mit roten Balken angezeigt.

Kerzenchart/Candlestickchart

Kerzencharts sind ähnlich aufgebaut wie die oben dargestellten Barcharts. Auch hier werden Ihnen neben dem Schlußkurs auch Eröffnungs-, Höchst- und Tiefstkurs angezeigt. Die Spanne zwischen Eröffnungs- und Schlusskurs wird als kleines Rechteck (Körper) dargestellt, darüber hinausragende Schwankungen werden als Docht oder oberer Schatten, darunter ragende Schwankungen als Lunte oder unterer Schatten eingezeichnet, so dass diese Darstellungsform eine gewisse Ähnlichkeit mit einer Kerze hat. Um kenntlich zu machen, ob der Schlusskurs höher oder tiefer als der Eröffnungskurs liegt, haben die Kerzen unterschiedliche Farben. In unserem Beispiel werden steigende Kurse mit weißem Kerzenkörper und fallende Kurse mit rotem Kerzenkörper angezeigt.

Schlagwörter Barchart, Candlestickchart, Charting, Darstellung Charts, Kerzenchart, Kursverlauf, Linienchart

1. Technische Analyse

Jan04
2011
1 Kommentar Geschrieben von Daniel Schröter
Die technische Analyse, auch Charttechnik genannt, umfasst eine Vielzahl von Analysetechniken, die jedoch alle das gleiche Ziel verfolgen:
Die Vorhersage zukünftiger Preisentwicklungen anhand von historischen Kursdaten.
Im Gegensatz zur Fundamentalanalyse stützt sich die technische Analyse jedoch nicht auf wirtschaftliche und unternehmensspezifische Daten, sondern betrachtet die Kursentwicklung und die Handelsumsätze.
Hauptziel ist, geeignete Ein- und Ausstiegspunkte zu bestimmen.
Die Technische Analyse beruht streng genommen auf nur drei Grundannahmen.
1. Alle Faktoren, die die Kurse beeinflussen (fundamentale, psychologische, politische usw.) sind in den Kursen bereits abgebildet.
2. Die Kurse bewegen sich in Trends, die sich so lange fortsetzen, bis ein Signal zur Trendumkehr vorliegt.
3. Es gibt Kursverlaufsmuster, die sich wiederholen
Schlagwörter Charttechnik, Faktoren, Grundladen, Kurse, Technische Analyse

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