Indikatoren sind das Ergebnis mathematischer Analysen von Kurs, Zeit und Umsatzentwicklung eines Basiswertes.
Man unterscheidet grob zwischen absoluten Indikatoren (Trendfolge-Indikatoren) und relativen Indikatoren (Oszillatoren). Allgemein kann man sagen, dass Trendfolge-Indikatoren Trends aufzeigen, während Oszillatoren Überkauft-/Überverkauft-Zustände anzeigen sollen. Zu den bekanntesten Trendfolgeindikatoren zählen gleitende Durchschnitte. Der “Relative Stärke Index” (RSI) ist beispielsweise ein Vertreter der Oszillatoren. Indikatoren werden oftmals in Verbindung mit weiteren Hilfsmitteln aus der Chartechnik wie z.B. Trendlinien verwendet.
5.1 Gleitende Durchschnitte (Moving Average – MA)
Der gleitende Durchschnitt ergibt sich i.d.R. aus den Schlusskursen eines wertes über einen bestimmten Zeitraum. Beispielsweise ergibt sich die Berechnung des gleitenden Durchschnitts der letzen 5 Handelstage wie folgt:
Schlusskurs Tag 2 = 50,50 Schlusskurs Tag 3 = 49,80 Schlusskurs Tag 4 = 50 Schlusskurs Tag 5 = 50,20 Die Summe aller Schlusskurse wird durch die Anzahl der Tage dividiert: 250,50 / 5 Tage = 50,10 Nach diesem Prinzip wird der sogenannte einfache gleitende Durchschnitt (SMA = Simple Moving Average) für alle Zeitebenen berechnet. Ein weltweit viel beachteter Zeitebene sind 200 Tage. Als Ergänzung zum SMA wird auch der exponentielle gleitende Durchschnitt (EMA = Exponential Moving Average) eingesetzt. Der Vorteil beim EMA ist, dass die letzten Handelsperioden stärker gewichtet werden und somit wird die aktuelle Marksituation besser widergespiegelt.
Gleitende Durchschnitte helfen Ihnen neben den bereits beschriebenen Trendlinien auch Trends darzustellen. Ist beispielsweise die gleitenden Durchschnittslinie aufwärts gerichtet und liegt der aktuelle Kurs über dieser Durchschnittslinie befinden wir uns in einem intakten Aufwärtstrend. In einem Abwärtstrend liegt der aktuelle Kurs unter der fallenden Durchschnittslinie. Ein- und Ausstiegssignale mit gleitenden Durchschnitten Einstiegssignale: Da gleitende Durchschnitte auch häufig Unterstützungs- und Widerstandsniveaus für den Kurs darstellen, ergeben sich an den Berührungspunkten auch interessante Einstiegsmöglichkeiten. Sie sollten aber immer darauf achten, dass sich ein Aufwärts- oder Abwärtstrend gebildet hat. In Seitwärtstrendphasen ergeben sich häufig Fehlsignale
Wird ein gleitender Durchschnitt gebrochen, kann dies auch als gutes Ausstiegssignal aus einer bestehenden Position gewertet werden.
Zeichnen Sie beispielsweise 2 unterschiedliche gleitende Durchschnitte (z.B. EMA 10 und EMA 50) ergeben sich an den Schnitt- und Berührungspunkten ggf. Ein- als auch Ausstiegssignale für Sie.
Der RSI ist ein Oszillator, der zwischen den Werten 0 und 100 schwanken kann. Hierbei werden die Werte von über 70 als überkauft, die Werte unter 30 als überverkauft bezeichnet. Er zeigt Ihnen kurzfristige Hoch- bzw. Tiefpunkte auf und unterstützt somit wirkungsvoll das Erkennen von Trendwendepunkten. Die Berechnung des RSI ergibt sich folgendermaßen: Für jeden Tag wird die Aufwärtsänderung h und Abwärtsänderung r berechnet. Tage mit Aufwärtsbewegung – h = Kurs(heute) − Kurs(gestern) Tage mit Abwärtsbewegung – r = Kurs(gestern) – Kurs(heute) Berechnung des exponentiell gleitenden Durchschnitts von h ergibt H Berechnung des exponentiell gleitenden Durchschnitts von r ergibt R Errechnung der relativen Stärke RS = H / R Errechnung des RSI – RSI = 100 – 100 / 1+RS







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